Flüssiges Glück

Noch nie gehört? Dann ist alles in Ordnung. Denn unter den unbekannten Bands des Ruhrgebiets seien sie die beste, sagt man sich hier.

 

Acht Jahre ist es her, da wurde der Bandname erstmals offiziell. Heute sind noch drei der vier Gründungsmitglieder dabei: die Sänger/Gitarristen Kristian Aholt und Nicolai Jereb sowie Pianist, Bassist und Tonmeister Norbert Ufers. Schlagzeuger Michael Krüger stieß erst kürzlich, jedoch als gefühltes viertes Gründungsmitglied dazu. Die klassische Bandbesetzung.

 

Immer wieder entstehen bei allwöchentlichen Proben eigene Songs, kleine Pop-Perlen inmitten der stillen See des abendländischen Radio-Gleichklangs. Erstmals auf Tonträger gebannt wurden sie in Eigenregie und -produktion auf dem 2012 erschienenen Debütalbum The Liquid Service.

 

Musikalisch werden die Vier ihre Erziehung aus den 80ern und 90ern nicht ganz leugnen können. Hier und da funkeln gar die großen Vorbilder Tom Petty, Pink Floyd und Neil Young durch. Im Herzen, freilich unerreicht, sind diese großen Songwriter stets dabei.

 

Auch auf fiese Synthieklänge oder elektronische Spielereien verzichten The Liquid Service und entgehen so der bösen Retro-Falle. Denn zeitlos wollen sie klingen, mit eigenen Songs. Nicht mehr und nicht weniger. So zeitlos wie die oben genannten Petty & Young. Der feine Unterschied zwischen eintönig und eingängig.